Met brauen

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Met brauen

Beitrag von Mimin » Di Mai 29, 2012 12:39

Jemand hat ja vor einigen Jahren Equipment fürs Met brauen gekauft. Ich würde gern wissen wo man sowas herbekommt. Wurde nämlich gefragt und konnte keine Antwort darauf geben...
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Re: Met brauen

Beitrag von Xorgan » Mi Mai 30, 2012 12:18

Wo ist denn der jemand zuhause? Denn das Equipment holt man wohl besser ab.

Wir haben es damals bei Mostshop in Wels gekauft.
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Re: Met brauen

Beitrag von Mimin » Mi Mai 30, 2012 15:08

In Linz direkt da wo die Vroni wohnt, also am Taubenmarkt. Mostshop in Wels ist aber schon mal eine Hilfe, danke...
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Re: Met brauen

Beitrag von Martinspielt » Fr Aug 02, 2013 11:31

Also hier steht ganz gut beschrieben wie das funktionert: http://www.chefkoch.de/magazin/artikel/ ... gwein.html

Hab das mal vor ein paar Jahren mit nem Freund zusammen gemacht und eigentlich aht alles gut funktioniert. Leider habe ich das Zubehör nichtmehr. :(

Aber ich glaub das Equipment bekommt man auch in der Apotheke, müsst ihr mal nachfragen. Oder im Chemieversandhandel. Müsst ihr mal googeln.
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Re: Met brauen

Beitrag von Xorgan » Fr Aug 02, 2013 12:30

Ich versuche mich grade daran. Mal sehen was raus kommt.
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Re: Met brauen

Beitrag von Martinspielt » Fr Aug 02, 2013 15:40

Ohh wie spannend, na dann viel Glück.
Bei den Temperaturen gärt bestimmt alles fast von allein ;-)
Hoffe du wirst von deinen Erfahrungen ausführlich berichten.
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Re: Met brauen

Beitrag von Xorgan » Mo Aug 05, 2013 11:43

Hab mir den Link mal angesehen und da steht ja jede Menge Unsinn und Halbwahrheit. Kann mir iwie nicht so recht vorstellen, dass das mit der Anleitung funktioniert.
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Re: Met brauen

Beitrag von hejo » Di Nov 12, 2013 16:16

Hey,

ich habe mich auch schon diverse Male am Metbrauen versucht, hat auch irgendwie richtig Spaß gemacht, aber so wirklich überzeugend fand ich das Ergebnis nicht. Vielleicht ist es auch einfach nicht meine Begabung. Inzwischen mache ich viele lieber eine Bowle, wenn wir Freunde zu Besuch haben. Das hat zwar immer so ein bisschen was von einer Party der 60er und 70er Jahre, aber wenn man es schön anrichtet und gut macht, finde ich es immer noch den absoluten Bringer! Inzwischen habe ich mir hier sogar sehr modernes Besteck für die Bowle gekauft: http://www.wmf.de/shop/de_de/besteck.html - damit sieht das Ganze auch irgendwie echt cool aus und hat nicht mehr diesen angestaubten Charme. Das Besteck ist natürlich wie von WMF bekannt, qualitativ sehr hochwertig. Wenn mir aber mal wieder gutes Met unterkommt, dann bin ich natürlich auch dabei.

Grüße,
Hajo

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Re: Met brauen

Beitrag von Xorgan » Di Nov 12, 2013 18:11

Zu aller erst: Bier wird gebraut, Wein (Met) wird gekeltert.

Es mag zwar alles einfach gären, aber auf die Hefe kommt es an. Bakterien oder gar Schimmel "vergären" auch Saft, aber das wird wohl kaum schmecken. Im Mittelalter musste man Hefe nicht eigens zugeben, man lies das Garfass einfach 2-3 Tage offen stehen. Durch die vielen Bäcker die Lebendhefe in echten Sauerteig verwendeten waren überall in der Luft genug Hefesporen, dass es zu einer Spontangärung kam. Machst das heute hast 100% sicher Schimmel und keine Hefe drinnen.

Das primäre Problem ist, dass die Theorie immer reichlich einfach klingt, aber in der Praxis sich das nicht so einfach verhält, wie "Man nehme Honig, Wasser und Hefe, mische das und lasse es gären,..." .
Alkohol kann jeder keltner, aber schmackhaften Wein ist was anderes...
Ich habe festgestellt bzw. gelernt, dass Wein keltern ein schwierige Kunst ist. Noch viel schwieriger, wenn man ohne chemische Zusätze, die im Wein verbleiben, wie Schwefel, Enzyme oder deren Spaltprodukte, E<Nummer>, auskommen will.

Als Zwischenbericht: Ich hab vor 2 Jahren eine Glasgärpot und nötige Ausrüstung gekauft und mit Metversuch 0.0 begonnen. Die V0.0 bis V0.5 waren alles Fehlschläge und ungenießbar bis komplett verdorben.
Met 0.6 hat zwar geklappt, aber ich habe scheinbar das Wasser mit dem falschen Messglas abgemessen womit der Wein sehr trocken wurde (am ehesten mit trockenem Weiswein vergleichbar). Trinkbar, aber geschmacklich nicht das was ich herstellen wollte.
Met 0.7 habe ich mit den richtiger Mischverhältniss, wenn es so etwas überhaupt gibt, hergestellt. Das Ergebnis war ein extrem alkhältiger Wein (nach meiner Messung 18,5 Vol%). Wunderbarer Geruch und herrliche goldgelbe Farbe, trinkbar, aber für einen Wein halt viel zu starker Alkoholgeschmack. In einem Versuch habe ich den Met einfach mit Honigwasser verschnitten und siehe da: Leckerer, süsser Met. Die Verkostungen erst alleine und Tage später mit meinem Bruder haben die Metvorräte stark dezimiert, mich aber bestärkt diesen Weg weiter zu gehen.

Da ich allerdings keine Schwefelung oder Pasteurisierung durchgeführt habe ist der verschnittene Met nicht lagerbar, weil ja noch Hefe enthalten ist und die nun wieder Nahrung findet und den neuen Zucker wieder vergären beginnt. Ich hab mich da beholfen in dem ich nur so viel Met verschneide wie ich auch kurzfristig verbrauch.

Parallel dazu habe ich nach einer Alternative zu Schwefeln (will keinen Schwefel im Wein haben) und Pasteurisieren (Hitzebehandlung schadet dem Geschmack, Honig soll nicht über 38°C erwärmt werden) gesucht und in Filtrierung gefunden.
Also hab ich eine Filterpumpe gekauft und den Met gefiltert, einen Teil davon verschnitten und gelagert um mich vom Erfolg zu überzeugen. Gärt der Met nicht mehr in der Flasche los, dann ist er Hefefrei und lagerfähig. Das hat wunschgemäß funktioniert.

Am Tag dieses Erfolges kam es zu einem Unfall: Ich habe beim Reinigen der Ausrüstung eine 2l-Flasche umgestossen, sie fiel genau auf der Glasgärfass und hat ein Loch rein geschlagen. Das sah ich als das Zeichen, dass ich ein neues, besseres Gärequippment kaufen soll.

Nun hab ich einen 95l-Edelstahl-Gartank in dem aktuell Metversuch 0.8 gärt und eine 120l/Stunde Filterpumpe mit der ich in den kommenden Tagen den fertig vergorenen Met 0.8 filtern werde.
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